Wir sind mit einem Infotisch und einer Veranstaltung auf dem Chaos Communication Congress (27.12 – 30.12.) in Hamburg vertreten.
Kontokündigung wegen Antifa: Banken vollstrecken US-Politik in Deutschland

Innerhalb weniger Tage haben zwei Banken die Zusammenarbeit mit dem Verein Rote Hilfe e. V. beendet. Zunächst kündigte die Sparkasse Göttingen sämtliche Konten des Vereins, kurz darauf folgte die GLS Gemeinschaftsbank mit dem gleichen Schritt. Beide Institute – obwohl sie besondere gesellschaftliche Aufträge haben – wollen alle Konten der Roten Hilfe innerhalb von zwei Monaten auflösen. Die Sparkassen sind per Gesetz einem öffentlichen Versorgungsauftrag verpflichtet. Die GLS-Bank ist nicht nur ein sozial-ökologisch ausgerichtetes Bankinstitut, sie steht als Genossenschaftsbank in direkter Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern. Umso gravierender ist es in diesem Fall eine über viele Jahre bestehende Kundenbeziehung mit einem Genossenschaftsmitglied abrupt zu beenden.
Die Rote Hilfe ist eine seit über 100 Jahren bestehende bundesweit tätige, strömungsübergreifende linke Solidaritätsorganisation mit etwa 19.000 Mitgliedern. Sie unterstützt Menschen, die wegen ihres politischen Engagements von staatlicher Repression betroffen sind – durch Prozessbegleitung, Öffentlichkeitsarbeit und finanzielle Hilfe bei Repressionskosten.
OLG Hamburg verurteilt zwei kurdische Aktivisten wegen Mitgliedschaft in der PKK zu Bewährungsstrafen
Wir dokumentieren eine Pressemitteilung des Rechtshilfefonds AZADÎ e.V.:
Am heutigen Dienstag hat das Hanseatische Oberlandesgericht zwei Kurden aus Kiel und Lübeck wegen Mitgliedschaft in der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren bzw. 1 Jahr und 6 Monaten verurteilt. Die Vollstreckung der Freiheitsstrafen wurde zur Bewährung auf einen Zeitraum von 3 Jahren ausgesetzt.
Free Clara! Free all Antifas!
Wir dokumenieren einen Aufruf von de.indymedia.org:
Demonstration in Solidarität mit allen inhaftierten, untergetauchten und angeklagten Antifas!
Am Dienstag, den 13.01.2026, beginnt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gegen Clara aus Hamburg und sechs weitere Antifaschist*innen, die sich den deutschen Behörden gestellt haben. Ihnen allen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest Nazis angegriffen zu haben.
Bei dem sogenannten Tag der Ehre in Budapest versammeln sich jährlich tausende Neonazis, um an den Ausbruchsversuch von SS-Truppen und Wehrmacht kurz vor der Befreiung Budapests durch die Rote Armee im Jahr 1945 zu erinnern. Die Veranstaltung hat sich zu einem der symbolträchtigsten Ereignisse der ungarischen und europäischen Neonazi-Szene entwickelt und dient insbesondere der Vernetzung.
Gerichtsverfahren gegen kurdische Aktivisten wegen PKK-Mitgliedschaft
Nihat Asut und ein weiterer kurdischer Aktivist aus Schleswig-Holstein werden vor dem OLG Hamburg angeklagt. Ihnen wirft die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg vor, sich ab 2020 bzw. 2021 bis zu Durchsuchungen und der Festnahme Nihat Asuts im März 2025 als Mitglieder an der PKK beteiligt zu haben. Seit seiner Festnahme befindet sich Nihat Asut in Untersuchungshaft in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg.
Die Hauptverhandlung gegen Nihat Asut u.a. beginnt am Mittwoch, 10. September 2025, um 9.00 Uhr im Strafjustizgebäude (Sievekingplatz 3, Hamburg).
Weitere Termine sind voraussichtlich am 17. und 19. September, 6., 8., 14. und 15. Oktober, 5., 6., 17., 19., 27. und 28. November sowie 2. und 3. Dezember 2025 (Änderungen möglich).
Am Tag der Eröffnung der Hauptverhandlung veranstaltet der AK Freiheit für Nihat ab 8.00 Uhr vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung in Solidarität mit den Angeklagten. Der Arbeitskreis wird zudem den Prozess beobachten und regelmäßig Berichte auf der Seite freenihat.noblogs.org veröffentlichen.
13.11.25: Rote Hilfe Soliparty auf der Hedi
Mit #@wiearc und Dancy Dance Explosion (Punk, Indie und 80er Disco)
13. November 2025 | 19 – 22 Uhr (letzter Zustieg 21 Uhr)
Frau Hedis Tanzkaffee | Sankt Pauli-Landungsbrücken, Brücke 10
Zu- und Ausstieg zu jeder vollen Stunde
VVK und AK 11 Euro + Spende
Tickets: https://frauhedi.de/rote-hilfe-soli-131125/
Es ist wieder soweit! Zwischen Ostern und Silvester hat sich die Rote Hilfe-Solifahrt als feste Größe im Feiertagskalender etabliert. Die Kreuzfahrt für den kleinen Geldbeutel und den guten Zweck. Wer will mit 1000 Pauschalurlauber:innen vom Deck aus den Polkappen beim Schmelzen zusehen, wenn er:sie mit netten Leuten beim Tanzen die Lichter der Hafenkräne zählen kann?! Dazu Musik, die kein Streamingalgorithmus zustande bringen würde. Ab dafür und frühwinterliche Abwehrkräfte stärken. We´d say you rather book early!
Neuer OpenPGP-Key und Postfach
Wir haben einen neuen OpenPGP-Key für die E-Mail-Kommunikation. Bitte löscht den alten Schlüssel in eurer Schlüsselverwaltung und importiert unseren neuen Schlüssel, den ihr unter Kontakt findet.
Außerdem haben wir seit März 2025 eine neue Postadresse !
Rote Hilfe e.V.
Ortsgruppe Hamburg
Postfach 570307
22772 Hamburg
Wir bitten weiterhin darum, uns Unterstützungsanträge bitte nur nach vorheriger Absprache per Post oder E-Mail zusenden. Im Regelfall sollten Anträge persönlich z.B. während der Beratung eingereicht werden. Nur dann kann sichergestellt werden, dass alle Fragen beantwortet und alle notwendigen Dokumente vorhanden sind!
31.05.25: Kundgebung „Liebe und Kraft in Untergrund und Haft“
Wir dokumentieren einen Aufruf zur Kundgebung für Clara:
Samstag, 31. Mai, 12 Uhr
S-Bahn Billwerder-Moorfleet, Demo zur JVA Billwerder
Am 31.5. wollen wir wieder mit euch gemeinsam zum Knast ziehen, um Clara und ihren Mitgefangenen unsere Solidarität zu zeigen. Schon zum fünften Mal geht es für uns vor die Mauer und wir werden weiterhin keine Ruhe geben.
Kommt auch am 14.6. nach Jena zur bundesweiten Demo „Antifaschismus ist notwendig“.
Für einen kämpferischen und konsequenten Antifaschismus!
Freiheit für alle Gefangenen!
Infos: https://www.basc.news

18. März – Tag der politischen Gefangenen!
18.03.2025 | 18:30 | Centro Sociale, Sternstr. 2, Hamburg
Infoabend „Freiheit für Kenan Ayaz!“ mit der Soligruppe Free Kenan und Anwältin Antonia von der Behrens
Infoveranstaltung zur Repression gegen die kurdische Community mit der Soligruppe Free Kenan und Anwältin Antonia von der Behrens
Veranstaltet von der Soligruppe Free Kenan
18.03.2025 | 19:00 | Infoladen Wilhelmsburg, Fährstr. 48, Hamburg
Filmabend „Solidarität verbindet – 100 Jahre Rote Hilfe“
Infos zum Film unter https://rote-hilfe.de/kampagnen/100-jahre/film-solidaritaet-verbindet-100-jahre-rote-hilfe
Veranstaltet vom Infoladen Wilhelmsburg

Wie jedes Jahr bringt die Rote Hilfe e. V. auch 2025 eine Massenzeitung heraus, die im März sechs linken Tages-, Wochen- und Monatszeitungen beiliegt und außerdem bei Demonstrationen und Veranstaltungen verteilt wird.
Die Erscheinungstermine sind:
28.02.2025: Junge Welt
13.03.2025: Freitag
13.03.2025: Jungle World
14.03.2025: unsere zeit
15.03.2025: Neues Deutschland
18.03.2025: analyse & kritik
Die Zeitung gibt es außerdem zum download auf rote-hilfe.de
Polizeirazzien bei kurdischen Aktivist:innen und Vereinsstrukturen in Kiel und Lübeck
Pressemitteilung des Bündnis Defend Kurdistan Kiel und der Roten Hilfe OG Kiel, 12.03.2025
- Polizeirazzien bei kurdischen Aktivist:innen und Vereinsstrukturen in Kiel und Lübeck
- Bündnis Defend Kurdistan Kiel verurteilt Repressionsschlag und solidarisiert sich mit Betroffenen
- Rote Hilfe OG Kiel fordert Ende der Kriminalisierung der Kurdischen Bewegung in der BRD
Am heutigen Mittwoch, 12.03.2025, durchsuchten Beamt:innen des LKA Schleswig-Holstein insgesamt acht Objekte, die es Aktivist:innen der kurdischen Befreiungsbewegung zuordnet. Betroffen waren neben sechs Privatwohnungen in Kiel und einer in Lübeck auch das Kurdische Gemeindezentrum SH in der Hermann-Weigmann-Straße, wo die Türschlösser ausgetauscht wurden. Überfallartig erschienen die Polizist:innen in Begleitung von Spürhunden zeitgleich gegen 5.30 Uhr bei den Beschuldigten, traten Wohnungstüren ein, verwüsteten Wohnräume und beschlagnahmten vor allem Mobiltelefone und Schriftdokumente. Dabei wurde keinerlei Rücksicht auf nicht-beschuldigte Familienmitglieder genommen, darunter auch Kranke und Kinder. Ein Hauptbeschuldigter wurde anschließend zu einem Haftprüfungstermin nach Hamburg überführt.


