Aktuelles zu den Konten der Roten Hilfe

Die Rote Hilfe machte im Dezember 2025 die Kündigung ihrer Konten bei der GLS Bank und der Sparkasse Göttingen öffentlich. Eine erfolgreiche Klage im Eilverfahren gegen die Sparkasse Göttingen, eine große Welle der Solidarität und des öffentlichen Interesses sowie die harte Arbeit vieler Genoss:innen im Hintergrund hat nun dazu geführt, dass wir etwas mehr Klarheit über die Zukunft haben.

Die GLS Bank und die Rote Hilfe haben einen Weg gefunden, die Zusammenarbeit fortzusetzen. In den vergangenen Wochen wurde die Struktur der Kontoführung mit juristischer Unterstützung neu geordnet und übersichtlich gestaltet. Die Zahl der Konten wurde reduziert und Abläufe klar geregelt.

Resultat ist leider jedoch auch, dass es ab sofort keine Bankkonten der Ortsgruppen mehr gibt. Das betrifft uns auch hier in Hamburg. Spenden (über die wir uns auch weiterhin sehr freuen!) können somit nur noch über das zentrale Konto der Roten Hilfe entgegengenommen werden:

Rote Hilfe e. V.
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

Auch hierfür gelten im Überweisungszweck ein paar neue Anforderungen. Was das bedeutet, könnt ihr im FAQ zur Roten Hilfe und ihrer Solidaritätsarbeit lesen.

Für die Rote Hilfe ist entscheidend, dass unsere Solidaritätsarbeit für Betroffene von Repression weiterhin verlässlich gesichert bleibt. Wir möchten uns ausdrücklich bei allen bedanken, deren überwältigende Solidarität uns in den vergangenen Wochen getragen hat.

Kontokündigung wegen Antifa: Banken vollstrecken US-Politik in Deutschland

Innerhalb weniger Tage haben zwei Banken die Zusammenarbeit mit dem Verein Rote Hilfe e. V. beendet. Zunächst kündigte die Sparkasse Göttingen sämtliche Konten des Vereins, kurz darauf folgte die GLS Gemeinschaftsbank mit dem gleichen Schritt. Beide Institute – obwohl sie besondere gesellschaftliche Aufträge haben – wollen alle Konten der Roten Hilfe innerhalb von zwei Monaten auflösen. Die Sparkassen sind per Gesetz einem öffentlichen Versorgungsauftrag verpflichtet. Die GLS-Bank ist nicht nur ein sozial-ökologisch ausgerichtetes Bankinstitut, sie steht als Genossenschaftsbank in direkter Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern. Umso gravierender ist es in diesem Fall eine über viele Jahre bestehende Kundenbeziehung mit einem Genossenschaftsmitglied abrupt zu beenden.

Die Rote Hilfe ist eine seit über 100 Jahren bestehende bundesweit tätige, strömungsübergreifende linke Solidaritätsorganisation mit etwa 19.000 Mitgliedern. Sie unterstützt Menschen, die wegen ihres politischen Engagements von staatlicher Repression betroffen sind – durch Prozessbegleitung, Öffentlichkeitsarbeit und finanzielle Hilfe bei Repressionskosten.

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