Die Polizei verschickt momentan Anhörungsbögen, bzw. Aufforderungen sich telefonisch bei ihnen zu melden an Genoss:innen, denen sie Straftaten im Rahmen von Aktionen des „Rheinmetall entwaffnen!“-Camps 2025 in Köln bzw. den Antifa-Aktionen gegen einen rechten Aufmarsch am 26. April 2025 in Hamburg vorwirft.
Wir als Rote Hilfe raten dringend dazu, die Anhörungsbögen zu ignorieren und nicht auf die Aufforderung sich telefonisch zu melden zu reagieren, bzw. auf der Wache zu erscheinen.
Die Polizei ermittelt in diesen Fällen und erhofft sich durch Aussagen konkrete Hinweise auf vermeintliche „Täter:innen“. Jede Aussage kann für euch, euer Umfeld oder auch andere beschuldigte Personen belastende Informationen enthalten und somit die Ermittlungen begünstigen.
Das ist insbesondere dann problematisch, wenn gegen mehrere Personen in gleicher Sache ermittelt wird. Ihr habt das Recht als Beschuldigte die Aussage zu verweigern – und solltet das auch tun! Eine gesetzliche Erscheinungspflicht besteht nicht. Es drohen also keine negativen Konsequenzen beim Fernbleiben. Ihr solltet einzig und allein drauf achten, dass eure Adresse auf den Briefen stimmt, damit ihr keine Post verpasst.
Falls ihr Fragen zum weiteren Umgang mit den Ermittlungen habt, meldet euch bei euren Antirepressionsstrukturen und der Roten Hilfe! Die Ortsgruppe Hamburg berät von Repression Betroffene jeden Dienstag von 19.15 Uhr bis 20 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2.
Weitere Informationen zum Thema Aussageverweigerung gibt es hier: https://hamburg.rote-hilfe.de/rechtshilfe/aussageverweigerung/




