So., 03.09.2017, 14 Uhr | Demonstration in Billwerder – „United We Stand! Free Them All!“


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UNITED WE STAND! FREE THEM ALL!
Sonntag, 3. September 2017
14.00 Uhr ab S Bahn Billwerder/Moorfleet
Demonstration zur JVA Billwerder

Am Sonntag den 3. September wollen wir wieder zur JVA Billwerder ziehen und unsere Freund*innen besuchen, die die Stadt Hamburg nach dem G20 immer noch hinter hohen Mauern gefangen hält. Sie konnten uns leise hören, auch wenn der Hofgang extra zeitlich verlegt wurde, damit sie von unserer Solidarität möglichst nichts mitbekommen.

Ein Grund mehr laut und zahlreich unsere No G20 Brüder in der JVA Billwerder zu besuchen. Kommt mit uns, Kaffe und Kuchen, Musik und Reden am 3.9. zur JVA Billwerder.

Bitte übermittelt uns im Vorfeld die Musikwünsche der Gefangenen, wenn ihr euch mit ihenen schreibt oder sie besuchen geht.

United we stand!

Kampagnenseite: unitedwestand.blackblogs.org

Mi., 06.09.2017, 19 Uhr | Diskussion/Vortrag – „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern“


Am Mittwoch, den 06.09.17 findet um 19 Uhr im Centro Sociale eine Veranstaltung zur Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands statt. Unter dem Titel „‚Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“ stellt Silke Makowski die Arbeit der Organisation im Nationalsozialismus dar. Die Referentin ist Autorin der gleichnamigen Broschüre, die vom Hans-Litten-Archiv herausgegeben wurde.


Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der Arbeiter_innenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.
Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld.
Die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten.
Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten.
Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‚Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird.

Polizist*innen anzeigen?! Das schafft keine Gerechtigkeit …

Polizist*innen anzeigen?! Das schafft keine Gerechtigkeit …

Wenn es auch von den Verantwortlichen abgestritten und kaum medial thematisiert wird, kam es beim G20-Gipfel in Hamburg zu massiven Polizeiübergriffen auf Demonstrierende, Aktivist*innen, aber auch Umstehende. Viele Menschen waren unterschiedlichsten Formen von Gewalt, Übergriffen und Schikanen durch die Polizei ausgesetzt oder haben diese miterlebt. Nach etwas Abstand stellt sich jetzt vielleicht für die Eine oder den Anderen die Frage eines Umgangs damit. Das große Bedürfnis, dass die Täter_innen nicht einfach davon kommen, sondern zur Rechenschaft gezogen werden sollen und dass sichtbar werden soll, was nicht nur Einzelnen passiert ist, ist überaus nachvollziehbar.

Trotzdem raten wir dringend davon ab, eine Strafanzeige gegen gewalttätige Polizeikräfte zu stellen! Die Gründe und Risiken wollen wir euch nachfolgend aufzeigen.

Erfahrungsgemäß reagiert die Polizei auf eine solche Anzeige sehr wahrscheinlich mit
einer Gegenanzeige, z.B. wegen vermeintlichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamt_innen oder aber anderer leicht durch andere Polizist_innen „bezeugbarer“ Vorwürfe. Die offizielle Logik dahinter ist, dass einer Gewaltanwendung seitens der Polizeikräfte ein Rechtsbruch vorangegangen sein muss, gegen den die Polizei einzugreifen gezwungen war. So wird der Einsatz von Gewalt nachträglich legitimiert.

In der Realität sind Anzeigen und Klagen gegen die Polizei fast nie erfolgreich. Fast immer werden sie schon im Stadium der Vorermittlung eingestellt. In Deutschland gibt es kein unabhängiges Gremium zur Bearbeitung dieser Anzeigen, die Ermittlungen gegen Polizeikräfte werden von ihren Kolleg_innen selbst geführt.

Darüber hinaus solltet ihr bedenken, dass zu einer Anzeige auch eine Aussage gehört, die ebenfalls sehr risikobehaftet ist. Ihr liefert mit einer Aussage nicht nur Informationen über die Gewalttat gegen euch, sondern auch Informationen über euch selbst, etwa euren Namen, Wohnort, bei welchen Aktionen ihr vor Ort wart, und eventuell auch noch
über andere, die ihr erwähnt oder nach denen gezielt gefragt wird.

In der Regel verlangt die Polizei sogar Zeug_innen für die Körperverletzung im Amt oder was ihr sonst so anzeigt. Wer dann unbedarft und an den Rechtsstaat glaubend Namen von Menschen angibt, serviert dem Staatsschutz auf diesem Weg noch mehr Namen, Adressen etc. auf einem Silbertablett. Es besteht ferner die Gefahr, dass diese Zeug_innen dann auch noch angezeigt werden, weil sie ebenfalls vor Ort waren oder nach Erscheinen bei der Vorladung auf den zahlreich vorhandenenen Fotos und Videomaterial wiedererkannt werden.

Wir möchten hier auch darauf hinweisen, dass dies in ähnlicher Form für Presseinterviews gilt. Das Bedürfnis, in der Öffentlichkeit gegen die Hetze und Lügen Position zu beziehen, ist sehr verständlich. Indem ihr euch aber mit kritischen Positionen oder überhaupt in die Öffentlichkeit stellt, könnt ihr ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten. Unüberlegte Äußerungen, euer Klarname in Verbindung mit einem Gesicht, Aussagen zu bestimmten
Ereignissen oder der Beleg, dass ihr zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort wart, können gegen euch verwendet werden.

Um an O-Töne aus der „Szene“ zu kommen, geben sich Journalist_innen der Mainstream-Medien oft betont verständnisvoll, in der Hoffnung dadurch besonders reißerische Aussagen von euch zu bekommen. Daher gilt auch hier: Überlegt euch vorher sehr genau, ob und was ihr wem in welchem Format sagen wollt, besprecht das in euren politischen Strukturen und im Zweifel mit Rechtshilfestrukturen vor Ort.

Wir wollen euch nicht entmutigen oder ein eventuelles Gefühl von Ohnmacht verstärken, wir wollen unsere langjährigen Erfahrungen mit euch teilen und euch die Risiken verdeutlichen. Das bedeutet nicht, dass ihr mit euren Erlebnissen alleine bleiben sollt. Besprecht euch in euren politischen Bezügen, z.B. über anonyme Veröffentlichungen oder ähnliches.

Wenn ihr dennoch auf das Mittel der Strafanzeige zurückgreifen wollt, weil ihr beispielsweise von stichhaltigen Beweismitteln ausgeht oder in sehr krassem Ausmaß von Polizeigewalt betroffen seid, empfehlen wir euch dringend, euch an die Rechtshilfestrukturen vor Ort zu wenden, zum Beispiel die Rote Hilfe, der Ermittlungsausschuss oder Out of Action. Sie können gemeinsam mit euch und mit Anwält_innen die verschiedenen Möglichkeiten und Chancen ausloten.

Wenn wir gemeinsam überlegen, was wir tun können (und was nicht), sind wir stärker und euer Handeln ist kollektiv getragen. Gemeinsam können wir solidarische und erfolgreiche Formen des Umgangs finden und anwenden!

So., 6.8.17, 14 Uhr | United we stand! – Kundgebung JVA Billwerder


UNITED WE STAND!
Komm mit uns am Sonntag den 6. August 2017
um 14.00 Uhr zum S-Bahnhof Billwerder-Moorfleet
und geh mit uns gemeinsam zur JVA Billwerder die No G20 Gefangenen
besuchen.
Es gibt Kafffeee und Kuchen, Open Mic, gute Musik und noch bessere
Wortbeiträge


G20 ist vorbei, aber es gibt für uns keinen Anlass zur Tagesordnung
überzugehen!
Unsere Freund*innen wurden eingesperrt, weil sie mit uns gemeinsam gegen
die menschenverachtende Politik der G20
und ihren unsinnigen Gipfel hier in Hamburg auf die Straße gegangen sind.
Jetzt brauchen sie uns und unsere Unterstützung!

Wir wollen die miese Brühe gemeinsam auslöffeln!
Trotz all ihrer Hetze vor, während und nach dem Gipfel ist es weder den
Medien
noch den Sicherheitsbehörden gelungen, uns zu spalten.
Und das wird ihnen auch jetzt nicht gelingen!

Auch wenn dieser Gipfel zu Ende ist, unser Kampf für eine bessere Welt
ohne Krieg,
Ausbeutung, Unterdrückung und Knäste ist es nicht.
Und diesen werden wir gemeinsam mit unseren jetzt noch eingesperrten
Freund*innen führen!
United we stand!

Hast auch du Freund*innen oder Angehörige in derJVA Billwerder,
dann wünsch dir einen Song oder sag ein paar Worte.

Flyer

https://unitedwestand.blackblogs.org/

! Spendenaufruf – Widerstand braucht Solidarität !

Widerstand braucht Solidarität - Gegen den G20-Gipfel
Wir fordern noch einmal alle auf, für die vielen Betroffenen der Repression im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel zu spenden.
Auch kleinere Beträge sind willkommen, sowohl als praktischer Beitrag zur finanziellen Unterstützung als auch als Zeichen der Solidarität mit den Gefangenen und den von Strafverfolgung bedrohten Genoss_innen!

Rote Hilfe e.V.
Stichwort „G20“
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

Erneut zwei Anquatschversuche durch Verfassungsschutz in Hamburg

Am 21.06.2017 wurde eine Person vormittags im Hamburger Stadtteil
Eimsbüttel gegen 11:30 Uhr eine Straße von der Haustür entfernt
abgepasst und von einem Verfassungsschützer angesprochen.

Der Verfassungsschützer versuchte durch Vortäuschen einer Bekanntschaft
Vertrauen aufzubauen. Er hat die Person mit Namen angesprochen, und
bestand darauf, dass er die Person aufgrund von Betätigung im
„PKK-Kontext“ kenne. Dann stellte er sich als Mitarbeiter des
Verfassungsschutzes vor und zeigte seinen Dienstausweis, auf dem der
Name „Mirko Pajic“ stand. Daraufhin versuchte der Verfassungsschützer
mit der Person weiter ins Gespräch zu kommen. Die angequatschte Person
lehnte das Gespräch ab, was dieser nicht sofort akzeptieren wollte. Erst
als die angequatschte die Person das Handy rausgeholte, beendete er den
Anquatschversuch und ging weg.

Der angebliche „Mirko Pajic“ war ca. 170 cm groß, kahl am Hinterkopf,
35-45 Jahre alt und hat ein dunkel blaues T-shirt und Jeans getragen.

Zu dem zweiten Anquatschversuch liegen bisher keine detaillierten
Informationen vor, lediglich, dass ein direkter Zusammenhang zur
Organisierung gegen den G20-Gipfel hergestellt wurde und die Person sich
nicht auf das Gespräch eingelassen hat.

Falls ihr selber in ähnliche Situationen kommen solltet, verweigert
jedes Gespräch und macht den Versuch öffentlich. Keine Zusammenarbeit
mit Repressionsorganen!

Fr./Sa., 16/17.06.17 | No G20 Soli-Festival für die Rote Hilfe | Menschenzoo


Am Freitag und Samstag den 16./17.06.17 findet im Menschenzoo unter dem Motto „Widerstand braucht Solidarität“ ein Soli-Festival für die Rote Hilfe statt.
Es spielen:
am Freitag, 16.06.: Auf Bewährung und die Stumbling Pins
am Samstag, 17.06.: RPG-7 und One Step Ahead, außerdem gibt es an diesem Abend eine Tombola!
Um 21 Uhr gehen die Türen auf. Menschenzoo, Hopfenstr. 34
Links zu den Bands findet ihr auf bewegungsmelder.org

Fr., 16.06.17 | Antirep-Kneipe in der Hafenvokü | G20-Themenabend


Jeden dritten Freitag im Monat laden die Hafenvokü, EA Hamburg, Out of Action und Rote Hilfe Hamburg zur Antirep-Kneipe ein.
Zur letzten Kneipe vor dem Gipfel dreht sich alles um den G20. Wie ist die aktuelle Situation und was ist zum Gipfel zu erwarten? Natürlich wird Repression und der Umgang damit hierbei ein Thema sein.
Ab 20 Uhr gibt es (veganes) Essen, ab 21 Uhr beginnt die Veranstaltung.
Hafenvokü, EA Hamburg, Out of Action, Rote Hilfe Hamburg

Fr., 19.05.17 | Antirep-Kneipe meets Antifa-Tresen: Safety First! | Rote Flora

Jeden dritten Freitag im Monat laden die Hafenvokü, EA Hamburg, Out of Action und Rote Hilfe Hamburg ein zur Antirep-Kneipe.
Dieses Mal findet die Kneipe in Zusammenarbeit mit dem Antifa-Tresen in der Roten Flora statt!
Bei der heutigen Kneipe dreht sich alles um den G20:
Der G20 wird nervig und voller Repression. Wir wollen uns darauf vorbereiten und jetzt schon darüber nachdenken, wie wir damit umgehen können. Aktuelle Situationen sind dabei genauso in den Blick zu nehmen, wie Erfahrungen aus anderen Großereignissen.
Ab 19 Uhr sind die Türen geöffnet. Die Hafenvokü sorgt für leckeres veganes Essen, und um ca. 20 Uhr geht´s los.