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Ortsgruppe Hamburg
ist längst erschienen und jetzt endlich auch hier als PDF zum Download
Die neue Rote Hilfe Zeitung (RHZ) ist erschienen. Die vierteljährlich erscheinende Publikation der Roten Hilfe e.V. befasst sich dieses mal schwerpunktmäßig mit dem Thema „Privatisierte Sicherheit“.
Inhaltlich geht es um die fortschreitende Privatisierung von „Sicherheit“ im öffenttlichen Raum durch private Wachdienste. Außerdem wird sich mit dem starken Anwachsen von Söldnerheeren befasst. Diese rekrutieren sich v.a. aus ehemaligen Soldaten und werden weltweit eingesetzt um die oftmals „schmutzigen“ Jobs zu übernehmen, die von offiziellen Armeen wie der Bundeswehr nicht durchgeführt werden können oder dürfen.
Ansonsten gibt es in der aktuellen Ausgabe neben Berichten über aktuelle Repressionfälle etwas zu „Leben und Sterben im Knast“ von Thomas Meyer-Falk, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der derzeit stattfinden Volkszählung, dem sogenannten „Zensus11“, sowie eine Kritik an der Nutzung von Social Networks wie Facebook und Studi-VZ.
Diese speichern nämlich nicht nur mir großem Eifer die Daten ihrer NutzerInnen für kommerzielle Zwecke, sondern geben sie ebenso gerne an Repressionsbehörden weiter und sind auch sonst ideale Quellen, um Informationen unterschiedlichster Art über linke AktivistInnen zu erhalten
Die RHZ kostet 2€ und ist im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel erhältlich.
In Hamburg ist sie außerdem in der Schanzenbuchhandlung zu bekommen.
Mitglieder der Roten Hilfe bekommen die Zeitung im Übrigen kostenlos im Abo
Die Rote Hilfe ruft zu Solidarität auf und unterstützt die betroffenen
AktivistInnen
Bei den vielfältigen linken Aktivitäten gegen den als Europas größten
Naziaufmarsch angesehenen Umzug neofaschistischer Gruppen in Dresden am
letzten Samstag kam es zu mehreren brutalen Angriffen auf
antifaschistische AktivistInnen.
Ein breites Bündnis verschiedener linker, antifaschistischer und
gewerkschaftlicher Organisationen und Gruppen hatte erfolgreich bundesweit
zum Blockieren dieses Aufmarsches am vorigen Wochenende mobilisiert. Im
Laufe der Blockadeaktivitäten kam es zu etlichen massiven Prügel- und
Knüppelattacken, Pfefferspray-, Pfeffergas- und Wasserwerfereinsätzen
gegen linke AktivistInnen sowie zu mehreren vorläufigen Festnahmen.
Noch am selben Abend wurden zudem das Büro des antifaschistischen
Bündnisses sowie angrenzende Räumlichkeiten einschließlich des Büros der
Partei „Die Linke“ und eines Anwaltsbüros in Dresden von Polizeikräften
durchsucht und teilweise zerstört. Bei dieser äußerst brutalen Razzia
wurde eine völlig enthemmte, komplett vermummte und unter anderem mit
neuartigen (und in Sachsen erstmals eingesetzten) „Pepperball-Kanonen“
bewaffnete Anti-Terror-Einheit eingesetzt, die sich mit einer Motorsäge
Zugang zu den Räumen verschaffte und unter anderem alle Computer und
Speichermedien konfiszierte.
Überhaupt wurde ein ganzes Arsenal an technischer
Aufstandsbekämpfungsausrüstung aufgeboten, um sie systematisch gegen
AntifaschistInnen in Stellung zu bringen: Neben Wasserwerfern, die bei den
winterlichen Temperaturen noch eine zusätzliche Gesundheitsgefährdung mit
sich bringen, wurden auch Drohnen zur Beobachtung der Gegenaktivitäten
eingesetzt.
Mathias Krause vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V. sagte zur
Repression am Wochenende: „Es ist schlichtweg skandalös und eine dreiste
Frechheit, wie in Dresden gegen AntifaschistInnen vorgegangen wurde! Nicht
zuletzt die eingesetzten Waffen und Mittel der Polizei haben einmal mehr
gezeigt, dass die staatlichen Repressionsorgane bei ihren überzogenen
Einsätzen gegen nicht opportune, emanzipatorische Bewegungen kaum noch
Hemmungen zeigen.“ Er fügte hinzu: „Es gilt, auch hier zusammenzustehen,
sich nicht spalten zu lassen und auch bei nachfolgenden Vorladungen und
Verhaftungen keine Aussagen bei Polizei und Staatsanwaltschaft zu machen
sowie generell keine Kooperation mit den staatlichen Repressionsorganen
einzugehen!“
Die Rote Hilfe protestiert hiermit ausdrücklich gegen alle Angriffe
staatlicher Repressionsorgane auf AntifaschistInnen am vorigen Wochenende,
fordert die sofortige Einstellung aller weiteren Ermittlungen sowie die
Rückgabe der beschlagnahmten Gegenstände.
Als strömungsübergreifende, linke Schutz- und Antirepressionsorganisation
ruft sie zu Solidarität auf und wird nach Ihren Möglichkeiten alle von
Repression betroffenen AktivistInnen politisch und finanziell
unterstützen.
Mathias Krause für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.
Das Centro ist schöner denn je, und wir sind auch wieder da. Ihr findet uns wieder jeden Dienstag von 19.30 bis 20 Uhr im Kolleg des Centro sociale, Sternstr. 2
3 Beiträge der Dezemberausgabe von „Wieviel sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen! Politische Gefangene – Sendung zu Repression und Widerstand“, sind als Podcast zu hören:
– Hungerstreik von Gefangenen aus der JVA Schwalmstadt gegen die Sicherungsverwahrung
– Zur Lage der griechischen libertären Gefangenen
– Demonstration in Heilbronn von der Polizei brutal verhindert